Eva-Maria Pürmayr

Hotel Bergergut - Afiesl

Man bekommt in der Gastronomie eigentlich ein gratis Psychologiestudium mit dazu. Weil man so viele unterschiedliche Menschen kennenlernt.

Steckbrief

Wohnort: Afiesl

Alter: 30

Arbeitsplatz: Boutique-Gourmethotel Bergergut, Afiesl, Geschäftsführerin & Eigentümerin 

In der Gastro seit: Kindesbeinen 

Schönste Erinnerung: Zahlreiche Begegnungen mit spannenden & herzlichen Gästen

Warum Gastro: Weils Spaß macht andere Menschen zu begeistern. Weil jeder Tag eine neue Überraschung mit sich bringt.

 

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„Der Wirt ist oft auch gleich der Psychologe“, schmunzelt Eva Maria Pürmayer. Der Job hat aber noch viel mehr spannende Seiten, schwärmt die Hotelierstochter. Eva Maria Pürmayer ist im elterlichen Betrieb aufgewachsen und es war für sie immer klar, dass sie in der Gastronomie bleiben wird. Der Stammtisch war das Wohnzimmer und die Kinderzimmer waren zwischen den Gästezimmern. So wuchs sie auf und somit von klein auf in die Gastronomie hinein. Dennoch ist es sehr wichtig, vorher in anderen Betrieben Erfahrungen zu sammeln und Praktika zu machen. „Denn dort bin ich nicht die Cheftochter, sondern konnte mich - ganz befreit von allen Vor- & Nachteilen „als Cheftochter“ – beruflich persönlich definieren und profilieren“, so die heutige Geschäftsführerin.

 

Das Spannende am Job …

Ich absolvierte Praktika in den USA, war in Neuseeland und an vielen anderen schönen Orten auf dieser Welt. Das ist in kaum einem anderen Job in der Geschwindigkeit möglich. Man hat weltweit unzählige Möglichkeiten und der Job ist so abwechslungsreich und spannend.

 

Ein Riesenvorteil ist für mich …

Ich habe dann frei, wenn die Skipisten leer sind. Kann einkaufen gehen, ohne an den Kassen Schlange zu stehen. Natürlich, mit Familie ist ein Job in der Gastronomie vor allem für Frauen eine Herausforderung. Aber das hat man in jedem anderen Job auch. Für mich sind freie Tage unter der Woche ein klarer Vorteil.

 

Ein besonderes Erlebnis, an das ich mich erinnere ...

Mein drittes Praktikum absolvierte ich gemeinsam mit meiner Schwester im Luxushotel Burj al Arab in Dubai. Insgesamt sieben Restaurants befinden sich in diesem Hotel und in einem davon durfte meine Schwester Michael Jackson bedienen. Ich wiederum hatte den Schweizer Tennisstar Roger Federer zu Gast, der unbedingt ein Wiener Schnitzel essen wollte. Das konnte dort natürlich keiner zubereiten und damit konnten wir Österreicherinnen klar punkten.

 

Menschen, die aus der Gastronomie kommen ...

Stehen für absolute Flexibilität, für Teamwork und für Offenheit. Damit kann man in jeder anderen Branche auch punkten. Somit ist ein Job in der Gastronomie ein super Sprungbrett für andere Bereiche. Die Welt steht einem offen. Und es macht einfach riesigen Spaß!

 

Nachsatz ...

Man sollte unbedingt Praktika absolvieren, bevor man in den elterlichen Betrieb einsteigt. Denn in anderen Häusern ist man nicht die Cheftochter, sondern kann sich - ganz befreit von allen Vor- & Nachteilen "als Cheftochter" - beruflich persönlich definieren und profilieren. 

Oktober 2017

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